Wir drehen eine Runde im Hafenviertel und besichtigen die gestern bereits geschlossene orthodoxe Kirche auf dem Hügel gleich beim Hafen, welche mit zahlreichen Malereien noch sehenswert ist. Anschliessend gehen wir ein wenig Lädälen und posten die letzten Souvenirs. Heute ist es etwas wärmer und auch ein wenig heller.
Mit U-Bahn und Bus reisen wir nun zum Hanseterminal, wo die Schiffe der Finnline abfahren. Das ist ziemlich weit draussen, wir fahren noch durch ein Neubauviertel, welches aussieht, wie von Raumplanern auf dem Reissbrett entworfen. Der Liegeplätze unseres Schiffes ist im Containerhafen, welcher ebenfalls ziemlich neu aussieht. Unser Schiff ist eigentlich ein Cargoschiff, mit dem vor allem Sattelauflieger transportiert werden. Es hat aber auch einige Personenwagen, so wie es aussieht, sind wir aber die einzigen Fusspassagiere. Die Kabine ist recht geräumig, wenn auch nicht so feudal wie auf einem Cruiseship… Aber für rund 30 Stunden auf See hat es alles, vom Shop über Bar bis zum Restaurant und einem Wellness-Bereich. Um 17 Uhr fahren wir ab, bereits der Start ist aus Sicht der Navigation recht anspruchsvoll, muss das rund 200 m lange Schiff doch zwischen etlichen Schäreninseln in den finnischen Meerbusen hinauszirkeln. Kein Wunder, war der Hafen von Helsinki während der Segelschiff-Zeit nicht besonders beliebt.
Die nächsten 28 Stunden verbringen wir auf dem Schiff. Die Ostsee ist sehr stark befahren von Cargoschiffen und Fähren, es gibt kaum einen Augenblick, wo man nicht irgendein Schiff am Horizont vorbeiziehen sieht. Nur Kreuzfahrer sind kaum mehr unterwegs, die brechen jetzt alle in wärmere Gefilde auf. Spätabends am 19.10.19 laufen wir in Travemünde ein. Dies ist sehr eindrucksvoll, weil die Einfahrt in den Hafen recht eng ist und wir an schön beleuchteten Gebäuden vorbei fahren.
Der letzte anspruchsvolle
Transfer vom Güterhafen (ohne schlaue öV-Anbindung nach Hamburg) fordert uns langsam etwas müde Reisende doch noch etwas heraus. Als Fusspassagiere ohne fahrbaren Untersatz ist man offensichtlich doch eher die Ausnahme... Schliesslich landen wir aber zufrieden und wie geplant kurz vor Mitternacht im Hotel in Hamburg.
Transfer vom Güterhafen (ohne schlaue öV-Anbindung nach Hamburg) fordert uns langsam etwas müde Reisende doch noch etwas heraus. Als Fusspassagiere ohne fahrbaren Untersatz ist man offensichtlich doch eher die Ausnahme... Schliesslich landen wir aber zufrieden und wie geplant kurz vor Mitternacht im Hotel in Hamburg.
Den letzten Ferienmorgen starten wir mit einem Frühstück im Hotel und "kippen" dann einmal über die Strasse zum ICE, der uns von Hamburg aus direkt und ohne Umsteigen zurück in die Schweiz bringt.
Zusammenfassen kann man sagen, dass wir vor allem von den Russen einen sehr guten Eindruck bekommen haben. Abgesehen von der notwendigen und eher einschüchternden Grenzkontrolle, erlebten wir die Menschen als sehr freundlich und hilsfbereit.
Mit den Favoritendestinationen sind wir uns nicht ganz einig: Magnus hat Tallinn besonders gut gefallen und mein Favorit ist St. Petersburg. Hierhin würde ich gerne nochmals zurück kommen.
Alles in allem hat alles so geklappt, wie wir es geplant haben; sieht man von unseren Fauxpas des fehlenden Belarusvisum ab;-).
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