2018_10_12 Kirchenstadt Erfurt

Gleich zu Beginn unserer Stadtbesichtigung machen wir eine Runde mit dem Touri-Büsslein. Die nette Reiseleiterin erklärt uns ganz vieles zur Geschichte und zu den Bauten von Erfurt. Es hat hier auffallend viele Kirchen - die meisten sind auch noch erhalten und haben somit den 2. WK und auch die Kommunistenzeit überlebt. Erfurt gehörte über Jahrhunderte zum Erzbistum Mainz und wurde erst später ein eigenes katholisches Bistum. So ist auch heute noch die Katholische Kirche mit der Kathedrale auf einem Hügel und der Severi-Kirche trotz reformiertem Umfeld stark präsent.


Anschliessend besichtigen wir die Festung, welche ursprünglich ein Kloster war und nun aber seit Jahrhunderten militärischen Zwecken diente. Von da hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt und das Umland.



Schliesslich wandern wir ziemlich ausgiebig durch die historischen Gassen, in der die Häuser meist schön renoviert sind, ein Verdienst von grossen Anstrengungen, allerdings hauptsächlich erst nach 1990. Einmal mehr hat man während der kommunistischen Ära vieles verlottern lassen. Dies zeigt sich eindrücklich in einem Bildband aus der Zeit vor 1990, den wir in der Tourist-Information durchblättern.



 Das Tram fährt übrigens durchwegs mit modernsten Niederflurfahrzeugen. Auch hier ist der Veloverkehr sehr stark. Wie in allen anderen Städten, die wir auf dieser Reise besichtigt hatten, sind öV und vor allem die Velorouten hervorragend ausgebaut. Immerhin ein Vorteil hatte die Kommunistenzeit: weil wenig Geld für Privatautos vorhanden war, wurden Tramlinien und Fahrradrouten gut geplant und unterhalten.



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