Auch heute bleibt der Himmel bedeckt, sodass uns kein Blick auf die drei Vulkane auf der anderen Seeseite möglich ist. Wir verlassen Taupo gegen Osten und fahren durch die vulkanisch sehr aktive Zone, welche sich vom Vulkan Ruapeho bis in den Pazifik hinein zieht. überall sieht man Dampf aus warmen Quellen aufsteigen, sogar der Bach neben unserem Hotel war rund 40 Grad warm. Teils wird diese Energie genutzt, rund 5 % der benötigten Energie in Neuseeland stammt aus der Geothermie. Auf dem Weg in Richtung Rotorua sieht man denn auch ein grosses Geothermie-Kraftwerk. Wir machen in Wai o Tapu einen Halt. Dort ist ein kleiner Teil der heissen Quellen mit sicheren Stegen erschlossen. Da gibt es verschiedenste heisse Pools und blubbernde Schlammlöcher. Der Gestank von faulen Eiern und Schwefel ist allgegenwärtig! Die Temperaturen dieser Gewässer gehen teils gegen 100 Grad, ein etwa 50 Meter breiter und 60 Meter tiefer See hat über 70 Grad. Die Seen und auch die Ufer haben die unterschiedlichsten Farben, je nach Material, das aus dem Untergrund herausgewaschen wird.


Vor rund 700 Jahren soll es hier einen Vulkanausbruch gegeben haben, die Magma im Untergrund ist noch nicht erkaltet und heizt dort unten das Wasser auf bis 300 Grad auf, welches dann an die Oberfläche dringt. Verständlich, dass im Zufluss zum Waikato-River, der dieses Wasser aufnimmt, keine Fische leben...
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| keine Fische; aber Baumschlangen :-) |
Anschliessend geht's weiter bis Whakatane an der Bay of Plenty. Dort hat es einen wunderschönen Sandstrand in Ohope. Von da sieht man bis zur etwa 50 Km entfernten White Island, welche durch einen aktiven Vulkan entstand. Wenn das Wetter mitmacht, werden wir diese Insel morgen besichtigen gehen.
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