2018_02_22 Abel Tasman wir kommen doch noch

Nachdem die Kayaktour wegen des Zyklons Gita und den zu hohen Wellen buchstäblich ins Wasser gefallen war, buchten wir für heute ein Boots- und Wandertour durch den Nationalpark Abel Tasman. Im Wandertenue standen wir also wie gebucht um 07.10 Uhr vor dem Hotel und warteten auf den Shuttle-Bus, welcher uns nach Kaiteriteri zum Ausgangspunkt des Ausflugs bringen sollte. Leider kam kein Bus... Aufgrund unserer Nachfrage schickte uns die Agentur auf ihrer Kosten eine halbe Stunden später dann ein Taxi, welches uns direkt zum Bootseinsteigeplatz fuhr. Fast hätte man meinen können, der Abel Tasman wolle uns einfach nicht - aber wir lassen uns ja nicht so schnell abwimmeln! Mit dem Boot gings dann Richtung Norden der Nationalpark-Küste entlang, wo wir auch einige junge Seehunde sahen. Die Boote haben eine spezielle Landungsbrücke, dank denen kein Landungssteg nötig ist. Man fährt einfach in den Sandstrand und lässt die Landungsbrücke runter - aussteigen - einsteigen - fertig und retour wieder abfahren. Sehr effizient. Schon von der Bootsfahrt hat uns die unberührte Landschaft beeindruckt. Wunderschöne Buchten mit Sandstrand, darüber Hügellandschaft mit Urwald, soweit man sehen konnte.


Wir marschierten nun auf dem Küstentrail rund 18 km zurück. Der Weg ging teils noch recht den Hang hinauf und dann auch wieder zur nächsten Bucht hinunter und teils über ziemlich wacklige Hängebrücken. Nur an einer Bucht hat es ein paar Ferienhäuschen, ansonsten ist die Gegend unbewohnt. Der Wald ist sehr vielseitig, etliche einheimische Baumsorten und auch verschiedene, teils riesige Farne wechseln sich ab. Obwohl die Sonne manchmal hinter Wolken verschwand und wir meist im Schatten der Bäume wanderten, haben wir uns ziemlich verbrannt - die Sonne hier ist wirklich sehr agressiv. Da es in der Nacht vorher viel geregnet hatte, war die Gegend recht feucht. Verschiedentlich aber sahen wir verkohlte Baumstämme, offensichtlich von Waldbränden aus früheren Jahren. Interessanterweise aber wachsen die meisten dieser Bäume weiter und sind belaubt. Wir haben auch verschiedene Vögel gesichtet und gehört, einer davon sieht aus wie ein Kiwi, hat aber einen kürzeren Schnabel. Der war noch recht neugierig.






Nach rund 4 1/2 Stunden waren wir am Ziel in Anchorage (nicht zu verwechseln mit jenem in Alaska...) und wurden zurückgeschippert. Dieses Mal nahm uns der Bus auch wieder zurück nach Nelson.

Die Gegend lohn wirklich einen Ausflug. Zwar waren wir zu Beginn der Wanderung etwas skeptisch, weil es doch ziemlich viele Leute auf dem Boot hatte. Doch die Befürchtungen waren unbegründet, weil sich das Feld der Wanderer sehr schnell auseinanderzog und man nie das Gefühl hatte, es seien viele auf diesem Trail unterwegs.

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