2018_02_21 Bike statt Kajak

Weil wir nun ein paar Tage in Nelson sind, haben wir uns im i-Center, das sind die super eingerichteten Informationsbüros von Neuseeland, schlau gemacht, was wir denn so als Ersatzprogramm ins Auge fassen könnten. Nach Studium der Prospekte bei einem feinen, richtigen Kaffee,  entscheiden wir uns für eine e-Bike-Tour entlang der Küste Richtung Richmond und Mapua. 

Den Sturm Gita haben wir sehr schadlos überstanden, er ist weiter südlich über Neuseeland gefegt und hat Richtung Christchurch etlichen Schaden angerichtet. Wir haben grosses Glück im Unglück gehabt und da ist die ausgefallene Kajaktour ja noch das kleinste aller Probleme... Die Wellen sind tatsächlich sehr hoch, ideal zum Wellensurfen, mit dem Kayak aber wohl nicht so empfehlenswert, trotz auflandigem ziemlich starkem Wind.

Zuerst müssen wir aber noch das Hotel wechseln, aufgrund der ausgefallenen Zeltübernachtung brauchten wir für heute ein neues Hotel, da die Häuser in Nelson aufgrund des Sturmes völlig ausgebucht waren. Das heisst für uns 1. Übernachtung im Palms Motel, 2,. Übernachtung im Trailway Hotel und 3. Übernachtung wieder im Palms. Weil das etwas mühsam ist, versuchen wir gleich heute für 2 Nächte zum Trailway zu wechseln, was uns mit Hilfe eines flotten Receptionisten gelang!
Danach fassen wir e-Bikes im nahe gelegenen Velovermieter und machen uns auf den Weg, bei strahlendem Sonnenschein. Einige Wege sind gesperrt, teils wegen Gita, teils wegen eines Sturmes der die Gegend vor drei Wochen mit voller Wucht getroffen hat. Ich verstehe nun die Sorge der Einheimischen von gestern ein wenig besser...


Traumhafte Strandabschnitte säumen unser Tour und sogar eine kleine Fähre ist dabei, welche Personen und Velos über einen 3 Meter tiefen Fluss transportiert. Der Fährmann Paul erklärt mir, der Fluss sei normalerweise sehr klar, man sehe bis zu 3 Meter tief - heute ist der Fluss braun und führt tonnenweise Holz mit.... In der Gegend der Rabbit-Island gibt es grosse Pinienwälder. Etliche dieser hier nicht ursprünglichen Bäume sind abgestorben, vermutlich weil es einfach zu feucht ist. Es gibt überall grosse Wasserlachen, das mögen die eben nicht so.


Auf dem Rückweg ruft uns dann noch der besorgte Velovermieter an, der wissen will, ob er uns irgendwo abholen soll. Er weiss ja nicht, wieviele Velokilometer wir beide schon in den Beinen haben und geübt sind. Nasse Füsse haben wir aber alleweil bekommen, da es auf dem Weg viele Überschwemmungen gab und wir teilweise bis mit einem haben Rad in einem See :-) gefahren sind.

Nach den ca. 75 km entspannen wir uns am Hotelpool, der direkt vor unserem Zimmer liegt. Der Wind ist zwar noch stark, aber die Sonne scheint schon wieder angenehm warm.

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