2017_05_30 Citytour Charleston und Transfer

Gestern haben wir die Stadtrundfahrt verpasst, welche wir als Combo zur Boone Hall gebucht haben. Der Fahrer hat uns das aber so organisiert, dass wir heute Morgen diese noch nachholen dürfen. Weil wir heute "nur" eine Transferfahrt gegen die Appalachen auf dem Programm haben, entscheiden wir uns dafür, diese noch zu machen, bevor wir gehen.



Die Stadt ist eigentlich eine Halbinsel, die erweitert wurde, indem dem Meer und den Flüssen mittels Dreck- und Abfallaufschüttungen Land abgerungen wurde. Die Zunge liegt zwischen den beiden Flüssen Ashley und Cooper River. Die Stadt lag nach dem Ende des Bürgerkriegs 1861 in Schutt und Asche, und es dauerte bis in die 1920-er Jahre, bis alles einigermassen wieder aufgebaut war, weil das Geld fehlte. Leider etwas gar kriminell (Nummer 10 im nationalen Ranking...), aber für uns Touristen nicht spürbar. Dafür spüren wir den Südstaatencharme umso mehr: Die Häuser sind farbig, haben Säulen, wie man die aus den Filmen (Fackeln im Sturm oder Queen)  kennt, Galerien und Veranden, die sogar eine eigenen Haustüre haben! Was uns vor allem aber in Auge sticht, sind die gewaltigen Eichen, welche die Trottoire mit Schatten bedecken, sowie fein duftende Oleandersträuche in diversen Farben und eben die bunte Mischung aus schwarzer und weisser Kultur. Diese widerspiegelt sich ganz besonders auf dem Touristenmarkt, wo allerhand gekauft werden kann, von den Süssgraskörben der ehemaligen Sklaven bis hin zum T-Shirt in pink.


Besonders stolz sind die Charlestoner auf ihre Universität und das Militärcollege "The Citadel". Hier werden die besten für die Navy, Army Air Force und Marines ausgebildet, notabene in einer der sechs besten Ausbildungsstätten der Staaten. Aber auch die Uni kann sich sehen lassen, sie ist führend in der Radiologie.


Danach heisst es Abschied nehmen vom Meer. Nachdem uns der flotte Parkplatzwächter unseren Wagen vorgefahren, Eis in unsere Getränkebox nachgefüllt, sowie das Gepäck eingeladen hatte, machten wir uns auf auf der Autostrasse 26 Richtung Columbia. Dort ging es über Land vorbei an "Käffern" somewhere im nowhere auf der 278 bis nach Greenwood, wo wir am Stadtrand nun ganz typisch amerikanisch in einem Inn übernachten, für den Parkplatz nichts bezahlen müssen, aber auch nicht mehr so umsorgt werden, wie im schönen Hotel Dewberry in Charleston.



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