Steamtrain und buscoach à discretion!
Als Magnus den Prospekt in der Turiinfo über diese gloriose
Dampfbahn in der Hand hatte, wusste ich, was wir heute machen würden! Eine
richtige Eisenbahn in Drittelgrösse in Südengland oder eine Modelleisenbahn,
mit der man richtig fahren kann! Das kann das Eisenbahnerherz meines Mannes
natürlich nicht verpassen. Also suchen wir den Ort namens Hythe auf, es gibt ab
Canerbury sogar einen direkten Bus bis zum Bahnhof der Eisenbahn! Und dann
geht’s los! Unter Dampf, wie echt, aber eigentlich gemacht für Zwerge hötterlen
wir ca. 30 km hin und zurück, der südenglischen Küste entlang. Alle 1 ½ Stunden
gibt es einen obligaten Teeaufenthalt, den ich für meinen Teil wirklich brauchte,
denn die Wagen sind nicht geheizt und es bläst ein kühler Wind durch alle
Ritzen hindurch. Meine Daunenjacke ist wohl gediegen schön warm, aber mit der
Zeit verhebt auch sie nicht mehr so richtig.
Nach diesem Abenteuer fahren wir mit einem „all inklusive“-Ticket
(12 £ für beide!!) der Buslinien in Kent nach Dover, wo wir uns gerne die
weissen Klippen ansehen möchten. Leider ist das nicht so einfach, als
Fussgänger, denn wie sind per Pedes eher schwer erreichbar. Dennoch finden wir
unentwegten natürlich einen Weg zu diesem wunderbaren Naturschauspiel. Dass
dann gerade noch die Fähren und Lastschiffe verschiedenster Art aufkreuzen,
macht das Ganze noch spektakulärer.
Auf dem Rückweg schauen wir uns noch das imposante Dover
Castle an. Allerdings nur von aussen, denn als wir mit dem Bus dort ankommen, hat
es leider schon zu. Es ist aber, wie das Foto beweist, auch von aussen
wunderbar anzusehen, wie es da über der Stadt Dover thront. So stelle ich mir
ein wirkliches Highlandcastel in Schottland vor – allerdings habe ich kein
solches dort gesehen; abgesehen von Urquart.
Mit dem Busticket nehmen wir dann auch die letzte Fahrt von
Dover zurück nach Canterbury in Angriff. Wieder zurück im Hotel „feiern“ wir unseren
letzten Abend mit einem richtig englischen Nachtessen: Bier, Chips, Mayo und
ein Stück Fleisch! Zum Verdauen der eher mastigen Kost gönnen wir uns dann noch
einen kleinen Laphoraig.
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