4.3.16 Auf und über die Strasse

Nach dem Auschecken im Hotel in Cinfuegos stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Das Städtchen bietet einiges, sogar eine Fussgängerzone mit verschiedenen Läden und einen schönen Jose-Marti-Platz, wo sich die Stadtkirche, die Regionalregierung, eine Schule und ein Museum drum herum drapieren. Dieser Nationalheld Marti steht beinahe in jedem Ort Pate für einen Platz-Namen. Nach dem sehr sozialistisch angehauchten Hotel der letzten Nacht hat das Stadtzentrum bedeutend mehr gepunktet. Das Hotel erinnert sehr an unsere Reisen in den Ostblock vor 20-30 Jahren… Auch das Buffet für das Abendessen war wenig appetitlich, sodass es mir (Magnus…), der ich eigentlich überhaupt nicht heikel bin, doch ziemlich den Geschmack nahm… Ausserhalb von Cinfuegos packten wir die Fahrräder aus und fuhren rund 25 Km über leicht gewelltes Land mit vielen Höfen und kleinen Ortschaften. Die Landschaft entlang der Südküste ist sehr schön und wenig besiedelt. Das Wetter war zuerst leicht regnerisch, wurde dann aber immer besser.
In einem privaten Restaurant haben wir ein zwar recht teures, aber sehr feines Mittagessen mit Meeresgetier eingenommen, für Barbara gab’s Omelette. Der Guide meinte, die privaten Restaurants seien „normalerweise“ (das ist sein Lieblingswort…) besser als die staatlichen, und viele Angestellte wollten lieber in privaten Restaurants arbeiten als in den staatlichen. Für die Privaten ist es aber bekanntlich viel schwieriger, an genügend und vor allem an eine gute Auswahl an Lebensmitteln zu gelangen, weshalb das Angebot nicht jeden Tag gleich ist.
Nach dem Essen ging’s noch ein paar Kilometer per Velo, der grösste Teil der Gruppe hatte dann aber genug, kehrte in einem Restaurant ein und liess sich nachher per Bus bis nach Trinidad fahren. Nur ein Kollege aus Rostock und ich (Magnus) fuhren noch gute 20 Km weiter bis an den Stadtrand von Trinidad, wo wir dann für die letzten vier Kilometer ebenfalls die Fahrräder einluden, weil wir den Weg zum Hotel nicht genau wussten.
Unterwegs kamen wir noch an mehreren Stellen vorbei, wo in der Dämmerung Krabbenwanderungen stattfinden. Da kommen Tausende von sogenannten Waldkrabben aus den Wäldern, gehen ins Meer laichen und kehren anschliessend für ein Jahr in die Wälder zurück. Das sieht gewaltig aus, wenn diese Viecher wandern, alles ist übersät mit ihnen. Leider werden auf der Strasse dann viele überfahren, aber die Allermeisten schaffen es. Das sieht tagsüber auf der Strasse nicht so schön aus - „Mousse au Krabben“ hat es einer der Gruppe benannt…
Nun übernachten wir drei Mal in Trinidad in einem wirklich schönen Hotel mit wunderbarer Aussicht auf Stadt und Meer, mit Pool, Bars und Restaurants….







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