Gestern ging in Havanna unsere eindrückliche Velotour zu
Ende. Unter der Leitung von Rainer und dem Fahrer Chispa haben wir einige
Facetten Kuba’s kennengelernt. Wir haben gestaunt über das einfache Leben eines
Durchschnittskubaners mit einer 1-Zimmerwohnung ohne Fenster oder die
einfachste Behausung der Bauern, die Pferdezählung, welche an die Heilige
Familie erinnerte, Fahrzeugvorführungen, welche mitten während der Tour
stattfinden müssen, den Tausch- und Schwarzhandel der Bevölkerung, die
„eine-Hand-wäscht-die andere“-Mentalität; aber auch über die Kreativität und
vor allem über die allgegenwärtige Musik mit einem „einfahrenden“ Groove sowie über
die Lebensfreude der kubanischen Insulaner.
Letze Instructiones von unserem Rainer |
Der Abschied verlief dann für die einen eher emotional, wir
sind in diesen 14 Tagen doch zu einer Gruppe zusammengewachsen, wo Deutsche
Schweizer kennen- und schätzen gelernt haben, aber auch umgekehrt. Unser Fahrer
hat vor allem uns Frauen alle lange geherzt und fast nicht mehr losgelassen.
Die letzte Fahrt war gestern Abend dann ins Hotel und dann hiess es wirklich, mucho
suerto y buen viajes.
Heute Morgen hat sich die Truppe nach und nach aufgelöst und
wir müssten uns einen Transfer nach Varadero (135 km) zurück an den Strand
besorgen. Natürlich kannte der Rezeptionist einen älteren Lada-Taxifahrer der
das für einen guten Preis übernahm. Dieser war vermutlich noch nie in Varadero,
aber er übernahm die Fahrt natürlich gerne. Unterwegs wusste er genau, wo die
allseits präsente Polizia stand und er hat ca. 30m davor seine Gurte angelegt
und dann sofort wieder abgenommen, sowie das Tempo auf das maximal zulässige
zurückgeschraubt. In Varadero, an einem Kreisel hat er dann noch einen
Mitreisenden aufgeladen, den er bei dieser Gelegenheit gleich nach dem Weg
fragen konnte. Eben „eine Hand…“. Zurück in Varadero lassen wir uns davon
überraschen, dass es hier nicht nur besoffene Kanadier gibt, sondern auch wirklich
schöne und gepflegte Ferienanlagen in einem gediegenen Ambiente. Das Hotel
Paradisus ist zwar nach unseren eben vergangenen 13 Tagen Velotour absolut
„dekadent“; aber wunderschönJ!
Wir haben vom Zimmer aus einen sensationellen Blick mit Abendsonne aufs Meer
und die Anlage ist schlicht traumhaft. Hier verarbeiten wir nun in den nächsten
drei Tagen die unzähligen Eindrücke aus der „Crossing Cuba“-Tour, bevor‘s dann
wieder Richtung Heimat geht.
Willkommensgruss im Bad |
Wow echt schöner Strand :) Trotzdem freue ich mich auch aufs Radeln in nächster Zeit, vor allem mit meiner neue Fahrradbekleidung! :D Lg
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