Sagen und Fjord


 Zu Beginn des Tages machen wir uns auf, einem der berühmtesten Isländischen Sagenhelden auf die Spur zu kommen. Snorri Sturluson (1179 bis 1241) hat lange Zeit in Island in Reykholt gewohnt. Dann hat er sich besonders am norwegischen Hof mit Heiraten und als Gesetzesschreiber einen ganz grossen Namen gemacht und Ruhm und Ehre geschaffen. Als er aber dann dem König Hakon zu mächtig wurde, hat dieser ihn in seiner persönlichen Lauga (Thermalbad) ermorden lasse. Soweit die Kurzfassung.


Danach statten wir zwei letzten Wasserfällen einen Besuch ab, dem Barna- (Kinder)- und dem Hraunfossar. Vom ersteren gibt es zu berichten, dass hier zwei Kinder zu Tode kamen, weil sie sich unbeaufsichtigt auf die Lavabrücke über dem Fall begeben haben und alsdann in die Fluten stürzten. Vor lauter Kummer hat die Mutter die Brücke einreissen lassen, damit so etwas nie wieder passieren kann. Eine kleine natürliche Brücke ist aber immer noch vorhanden.


Der zweite ist ein sehr hübscher, breiter Foss, der einfach wie aus einer Wiese in den Fluss stürzt, über Lavasteine in vielen verschiedenen Rinnsalen. Sieht wiederum ganz fantastisch aus.

Den Weg zum zweitletzten Hotel wählen wir nochmals über unendlich weite Heiden (Dragavegur), vorbei an grossen Schaf- und Ponyherden. Von hier aus haben wir einen guten Blick auf das Heidar- und Skessuhorn; beide um die 1‘000 Meter hoch und noch tief schneebedeckt. Der harte Winter 2014/14 und die (zu) kalten Monate Mai/Juni hinterlassen auch hier ihre Spuren.


Vom Hotel Glymour aus geniessen wir nun den Hotpool und die fantastische Aussicht bei schönstem Sonnenschein, aber kühlem Wind, auf den riesigen Walfjord.

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