2018_03_06_Nordkap und QM 2

Heute hiess es mal wieder etwas früher aufstehen: Der Wettergott ist uns gnädig und der Ausflug zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt der Nordinsel, kann stattfinden. Brendan, unser Pilot, begrüsst uns und wir starten ab Kerikeri Int. Airport zum Flug in Richtung 90-Mile-Beach an der Westküste. Der ist zwar nur etwa 60 Meilen lang, aber trotzdem schnurgerade und noch menschenleer. Er gilt offiziell als State Highway und kann mit geeigneten Fahrzeugen befahren werden. Wir drehen etwa 20 Kilometer vor Cape Reinga nach rechts ab und landen mitten in den Hügeln auf einer Kuhwiese... Zum Glück sind die Kühe nicht grad draussen. Unser Kleinbus steht schon bereit und der Pilot wechselt den Job zum Busfahrer und führt uns auf der mittlerweilen geteerten Strasse die letzten Kilometer bis zum Cape hinaus.

90 miles beach
Zusammentreffen zweier Giganten: Tasman Sea und Pazifik

Cape Reigna
Von da hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Tasman Sea und den Pazifik, welche hier zusammenkommen. Dieser Platz war schon den Maori wichtig. Zu Spitzenzeiten sei hier eine rechte Völkerwanderung, wenn grad ein paar Busse ankommen. Diese müssen rund 4 Stunden für einen Weg rechnen - da ist unser ca einstündiger Flug grad ein Pappenstil. Wir sind heute aber noch ziemlich alleine, vermutlich ist dies am Nachmittag dann anders.

Auf den Rückweg machen wir noch einen Abstecher zum nördlichsten Campground, wo unser Pilot Brendan auch noch Kaffee und Kuchen serviert. Und dann geht's zu den Dünen Te Paki - ein riesengrosser Sandhaufen, ca 80 m hoch, auf den man hinaufkraxeln und dann mit dem Board hinuntersausen kann. Unser Pilot hat natürlich auch ein paar Boards dabei und wir lassen uns diesen Heidenspass nicht entgehen.


Der Start auf der Kuhwiese ist dann recht abenteuerlich, doch die Maschine ist erstaunlich stark und schafft den Start zwischen zwei Tannenwäldchen hindurch und haarscharf über die Baumwipfel trotz Pilot und 7 Passagieren problemlos.


Zurück geht's nun auf der Ostseite (Pazifik), weitgehend über Stammesland der Maori. Dieses wurde ihnen erst 2014 von der Regierung wieder zurückgegeben, zuzüglich einer Draufzahlung von 21 Mio $ für gehabte Enteignung etc. Es ist hauptsächlich Farmland für Kühe und Schafe, teils aber auch für die Pinienplantagen. Der Pilot erklärt, dass der Holzexport für Neuseeland sehr wichtig sei, hauptsächlich nach China.

An der Ostküste hat es unzählige wunderschöne, einsame Sandstrände, welche jedoch nur per Boot zu erreichen sind. Wir drehen noch eine Runde über die Bay of Islands, wo wir gestern waren, und sichten prompt die Queen Mary II vor Anker in Russell. Ein Riesenzufall - bereits vor ein paar Jahren hatten wir das Glück, diese in NY beim Auslaufen zu sichten.

QM 2 von oben
Am Nachmittag machen wir noch einen Abstecher zum historischen Hafen von Kerikeri. Dieser wurde 1820 als Missionsstation eröffnet, die bald zweihundertjährigen Originalgebäude stehen immer noch. Hier gibt es auch ein Maori-Museum mit einem grossen Pflanzengarten, das wir besichtigen. und schliesslich hat es auch hier einen Wasserfall, den wir erwandern.


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