Riesige Tiere und fragile Erde

Zuerst erleben wir bei eine Whalewatchingtour in Husavik, ganz im Norden Islands, eine Blauwalmama (30 m/ca 200 To) mit ihrem Kalb, was gemäss Guide sehr selten vorkommt. Fast eine Stunde lang tauchen die beiden immer wieder in der Nähe unseres Segelkutters auf und zeigen trotz Tonnenschwere ihre Anmut und Grazie im Wasser. Ich habe fast ein wenig ein schlechtes Gewissen zuzusehen, da ich im Walmuseum zuvor gelesen habe, wie wir im letzten Jahrhundert diese Tiere schier ausgerottet haben! Diese riesigen und grössten je auf der Erde lebenden Tiere aus nächster Nähe zu sehen ist einfach ein gigantisches Erlebnis!


Besonders eindrücklich sind danach auch die geothermischen „Anlagen“ welche wir uns ansehen. Der Vitikrater (gebildet 1724), welchen man begehen kann, ist gefüllt mit Wasser und daneben brodelt es immer noch aus vielen Löchern, welche teilweise gefasst sind, damit die Energie genützt werden kann. Das riesige Lavafeld am Leirhnjukur, welches 1984 zuletzt ausgebrochen ist, ist so real, dass man meinen könnte, die Lava fliesse immer noch. Hier ist bereits 3km unter der Erde mit flüssigem Magma zu rechnen.



Abschiessend besuchen wir den bizarren Skulpturenpark „Dimmuborgir“ aus Lavagestein, wo man mit ein bisschen Fantasie sogar Trolle erkennen kann ;-). Auch einige kleine sog. „Pseudokrater“ stehen noch auf dem Programm, aber weil das Wetter von 5 Minuten auf die nächsten 5 Minuten dermassen neblig wird, dass wir die Hand vor den Augen kaum sehen, verzichten wir auf unseren letzten Programmpunkt. 


Die Wetterwechsel seien aber sehr typisch für Island. Die Temperatur sinkt innert Minuten auf 4 Grad, sodass wir uns im geothermiebeheizten Hot Pot des Guesthouses wieder warm sieden lassen.

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